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300 Millionen-Euro-Programm für den Erzieherberuf

Familienministerin Giffey besucht die Ruth Cohn-Schule

DSC 0684Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) kam am Dienstag in die Ruth-Cohn-Schule in Berlin, um ihr Bundesprogramm für die Erzieher*innen-Ausbildung vorzustellen. An der Ruth Cohn-Schule werden seit Jahrzehnten Erzieher*nnen ausgebildet, also die Fachkräfte, die in Kitas und Grundschulen so dringend benötigt werden. Schon in sieben Jahren werden bundesweit rund 190.000 Stellen unbesetzt bleiben, wenn sich nichts ändert, im Jahr 2030 knapp 200.000.

12 Prozent der ernsthaften Interessent*innen am Erzieherberuf entscheiden sich nach einer Allensbach-Umfrage gegen eine Ausbildung, weil sie in der Ausbildungszeit kein Geld bekommen - oder sogar Schulgeld zahlen müssen. Mit einem Modellprogramm des Bundes will Frau Giffey nun dafür sorgen, dass 5.000 angehende Erzieher*innen der nächsten beiden Jahrgänge im ersten Ausbildungsjahr 1.140 Euro, im zweiten 1.202 und im dritten 1.303 Euro pro Monat bekommen. Der Bund erstattet dem Schulträger im ersten Jahr alles, im zweiten 70 und im dritten 30 Prozent der Summe. Von Februar 2019 an können sich Fachschulen und Kitas für das Programm bewerben.

Finanzielle Unterstützung gibt es auch für Praxisanleiter*innen in den Kitas und Erzieher*innen, die sich weiterqualifizieren und mehr verdienen wollen. Der Bund zahlt - befristet bis zum Jahr 2022 - einen Lohnaufschlag von 300 Euro. Insgesamt stellt das Programm 300 Millionen Euro zusätzlich für die Ausbildung von Erzieher*innen bereit. Es soll dazu beitragen, die zu erwartende Personallücke zu verkleinern. 

Frau Giffey hofft, dass dieses Bundesprogramm die Attraktivität des Erzieherberufs dauerhaft steigern wird. Sie hatte die Fachkräfteoffensive bereits bei der Verabschiedung des sogenannten „Gute-Kita-Gesetzes“ angekündigt. Insgesamt stellt die Bundesregierung in den nächsten Jahren 5,5 Milliarden Euro für mehr Qualität und weniger Gebühren in den Kindertagesstätten bereit sowie eine weitere Milliarde für den Ausbau von 100.000 zusätzlichen Plätzen. Hinzu kommt nun das Modellprogramm für die Erzieher*innen-Ausbildung.

Andreja Orsag, die Schulleiterin der Ruth-Cohn-Schule, freute sich sehr über den Besuch der Ministerin an unserer Schule, die eine der größten Ausbildungsstätten für Erzieher*innen in Berlin ist. Gerade die Qualität der Ausbildung liegt unserer Schule wie allen staatlichen Erzieherfachschulen schon seit jeher besonders am Herzen. Gleichwohl wies Andreja Orsag darauf hin, dass es angesichts des großen Mangels an Erzieher*innen eine "Herkulesaufgabe" wird, diesen Mangel zu beseitigen, die auch einiges Geld kosten wird. Gerade deswegen sei die Initiative der Ministerin besonders zu begrüßen.

Video zum Besuch der Minsterin

ARD-Beitrag zum Besuch der Ministerin

ZDF-Beitrag zum Besuch der Ministerin

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RCS-Volleyballturnier 2018

 

IMG 3854Am 13.12.2018 fand an der Ruth Cohn-Schule wieder das alljährliche Volleyballturnier statt. In der schuleigenen Turnhalle treten auf mehrere Spielfeldern Teams der verschiedenen Klassen gegeneinander an, um den RCS-Volleyballmeister 2018 zu ermitteln. Auch Lehrerteams waren mit von der Partie.

Auch diesmal wurde das Turnier von Studierenden der Fachschule organisiert und durchgeführt.
Wie immer zählt nicht nur der Sieg, im Gegenteil – Dabeisein ist alles.

 

#FUTUREWORDS - die Ruth Cohn-Schule kooperiert mit dem Gorki-Theater

 

DSC 0018 bIm Zeitraum: September 2017 – März 2018 wurden zwei Erzieherklassen und unsere Willkommensklassen Teil des Projektes "FUTUREWORDS gegen Hass im Netz" des Maxim Gorki Theaters. In diesem Rahmen besuchten wir drei Workshops zu Themen: „hatespeech“, „Sexismus“ bzw. „Flucht und Exil“ und  „Populismus und Demokratie“. Außerdem erhielten wir eine Führung durch die interaktive Kunstausstellung des 3. Berliner Herbstsalons im Maxim Gorki.
Unsere Willkommensklasse wurde zusätzlich von zwei Tanzpädagog*innen in wöchentlichen Proben im Rahmen eines Tanzprojektes betreut. Ihr gemeinsamer Stückbesuch des Tanzstücks „Bodytext“ im Gorki Studio beeindruckte sehr. Die folgenden Theaterbesuche „Stören“ und „Winterreise“ inklusive Nachgesprächen mit den Darsteller*innen wurden für uns alle zu sehr eindrücklichen Erfahrungen. Für alle, die noch mehr Kulturarbeit erleben wollten, mündete die inhaltliche Auseinandersetzung in eine ganztägige KICK-OFF Veranstaltung für das Kunstcamp mit 4 KurzWorkshops zu Tanz/Theater/Rap/ Social Media. Das große Finale, das 5-tägige Kunstcamp "#FUTUREWORDS gegen Hass im Netz" mit zwei öffentlichen Aufführungen im Gorki Studio, bestritten dann noch fünf unserer Studierenden.

Besondere Eindrücke blieben aber auch bei allen anderen Studierenden. Die inhaltliche Auseinandersetzung und professionelle Begleitung zu „hatespeech“ war ebenso wie die Theaterstücke sehr intensiv. Sehr eindrücklich waren auch die Begegnungen zwischen den Willkommensschüler*innnen und unseren Studierenden im Rahmen der Workshops, die dann zu weiteren gemeinsamen schulinternen Treffen führten. Aus dieser Zusammenarbeit entstand zusätzlich im Januar ein Workshop zum Holocaust-Gedenktag „How to survive after survive?!“, den wir in Kooperation durchführten. Weitere Workshops  mit Theaterbesuch und eine Lehrer*innenfortbildung schlossen sich an.

Schlussendlich konnten wir mit Beginn des Schuljahres 2018/19 das Maxim Gorki Theater als festen Kooperationspartner für unsere Schule gewinnen.

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Musikprojekttag an der Ruth Cohn-Schule

IMG 4018In Kooperation mit dem Café Lietze und verschiedenen anderen professionellen Musikern fand am Dienstag, dem 20.11.2018, an der Ruth-Cohn-Schule wieder unser  Musikprojekttag statt.

Viele Schüler*Innen und Studierende haben die Gelegenheit genutzt, einen Tag lang Musik zu machen. Es wurde kräftig auf brasilianischen Basstrommeln und afrikanischen Djemben getrommelt, leise auf Ukulelen und laut in der Band gespielt. Es wurde im Chor gesungen, eine Choreographie getanzt und sogar ein eigenes Musikstück entwickelt.

In zwei Workshopphasen konnten die Teilnehmer intensiv an verschiedenen Stücken arbeiten und dabei Musik in der Gruppe erleben. Die Präsentation vor großem Publikum war für alle Teilnehmer eine aufregende, großartige Erfahrung.

Wir danken den Teilnehmern und Workshopleitern sowie allen Beteiligten, die uns von Dekoration bis Dokumentation unterstützt haben.

Kanadische Rabbis besuchen die Ruth Cohn-Schule

Kanada bIm Rahmen der Kooperation mit dem Goethe-Institut und dem Auswärtigen Amt haben am 15.11. 2018 22 jüdische Gäste aus Toronto die Ruth-Cohn-Schule besucht. Thema des Besuchs: "Jüdisches Leben in Berlin heute".

Die Rabbiner*innen waren besonders angetan von den teilnehmenden Schüler*innen und Studierenden, die durchweg als eloquent, reflektiert, gut informiert, sympathisch und engagiert bezeichnet wurden. Alle Bildungsgänge der Schule waren vertreten. In den Gesprächen ging es vor allem um das Gedenken, die Identität, die Macht der Vorurteile und Diskriminierung.

Die Schulleiterin Andreja Orsag freute sich über die gelungene Veranstaltung und bedankte sich herzlich bei allen, die für die Veranstaltung geworben haben und an der Organisation beteiligt waren, besonders bei den Lehrkräften Boris Peter, Sophia Thurow, Miriam Cohn und Tobias Schlicke. Weiterlesen ...

"Gegen das Vergessen" - Der Zeitzeuge Walter Frankenstein zu Besuch

Ein Beitrag von Bernhard Kessel.

IMG 2324 bVor 80 Jahren, am 9. November 1938, überzogen die Nationalsozialisten die Juden in Deutschland mit einer Nacht des Terrors, die später als "Reichskristallnacht" bekannt wurde. Als damals 14jähriger Jude hat Walter Frankenstein im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg den NS-Terror unmittelbar mitbekommen. Er lebte dort im Auerbach´schen Waisenhaus. Als junger Mann hat Walter Frankenstein im Untergrund in Berlin die letzten Kriegsjahre und den deutschen Faschismus überlebt.

Walter Frankenstein hat am Mittwoch die Ruth Cohn-Schule besucht, um als Zeitzeuge mit einigen Klassen der Fachschule über seine Erlebnisse und Erfahrungen zu sprechen. Seine ganz junge Familie – die Kinder kamen während des Kampfes ums Überleben zur Welt - ist die einzige Familie jüdischer Herkunft, die in Berlin untergetaucht komplett das Kriegsende und die Befreiung erleben konnte; Elternteile und viele Verwandte sowie Freunde waren ermordet worden, weil sie nicht rechtzeitig ins Exil konnten.

Seine Frau hatte er als angehende Erzieherin kennengelernt. Sie ist auch nach 67 gemeinsamen Jahren seine größte Liebe geblieben; deshalb stand ihr Portrait auch bei seinem Besuch in der Ruth Cohn-Schule neben ihm. Heute lebt Walter Frankenstein in Schweden.

Seine von tiefer Humanität und reichlich Humor geprägten Worte drehten sich immer wieder auch um Gegenwart und Zukunft: Er mahnte, dass wir uns alle für Demokratie und Menschlichkeit gegenüber allen Verfolgten engagieren und gegen die aktuellen Bedrohungen der Freiheit stellen sollten. Dabei scheut er bis heute bei seinem Engagement für Humanität nicht davor zurück, auch mit Nationalisten und Rassisten zu sprechen -  und erlebte dabei überraschende kleine Erfolge.

Die Studierenden waren sehr bewegt und stellten viele Fragen zum Verständnis dieser sehr ungewöhnlichen Biografie – vielleicht die einzige oder letzte Gelegenheit der persönlichen Begegnung mit einem Verfolgten des NS-Regimes. Einigen war es wichtig, Herrn Frankenstein zum Abschied persönlich zu danken und ihm die Hand zu geben.

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Schüler*innen-helfen-Schüler*innen

page nachhilfe…. ist ein Projekt der Ruth-Cohn-Schule, in dem sich Schüler*innen sich gegenseitig mit ihren Fähigkeiten unterstützen können. So können sie Nachhilfeunterricht anbieten oder entgegennehmen. Ggf. können die Kosten übernommen werden.  Das Projekt läuft seit 01.10.2018.

Ansprechpartner:                                                
Sara Melchert                                                        Evelyn Mylonas                                                    
Tim Schneider                                                        Andreas Nettesheim

Sprechstunden: Di u. Do. 11:15-11:45 in der Mensa

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Die Ruth Cohn-Schule veranstaltet einen "Markt der Möglichkeiten"

DSC 0649Am 11. Oktober 2018 fand an der Ruth Cohn-Schule ein "Markt der Möglichkeiten" statt. Der Markt bot sozialpädagogischen Einrichtungen die Möglichkeit, sich und ihre Dienstleistungen bzw. Arbeitsbereiche den Studierenden der Fachschule vorzustellen. Die Studierenden als angehende Erzieher/Erzieherinnen konnten so Einrichtungen kennen lernen und die Einrichtungen konnten sich als mögliche Praktikumsbetriebe und Arbeitgeber vorstellen. Zahlreiche Einrichtungen machten von dieser Möglichkeit Gebrauch und stießen auf großes Interesse bei den vielen Besuchern des Marktes.

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Bestanden! SchülerInnen und Studierende feiern ihren Ausbildungsabschluss

PublikumAm 28.06.2018 und am 03.07.2018 fanden an der Ruth Cohn-Schule wieder die jährlichen Abschlussfeiern der verschiedenen Schulzweige statt. Schon am 28.06.2018 erhielten 113 Absolventen und Absolventinnen der Fachoberschule ihre Abschlusszeugnisse.

Nach dreijähriger Ausbildung und bestandenem Prüfungsmarathon konnten insgesamt 306 Studierende der Voll- und Teilzeitausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin bzw. zum staatlich anerkannten Erzieher endlich ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen. Verschiedene musikalische Darbietungen des Schulchors und einer Gitarrengruppe aus Studierenden lockerten die Veranstaltung am 3. Juli 2018 auf. Klassenvertreter*innen bedankten sich für das das große Engagement und die hohe Qualität der Lehrkräfte.

Andreja Orsag beglückwünschte als Schulleiterin alle Studierenden zum bestandenen Examen und wies darauf hin, wie wichtig es gerade heute sei, auch im Beruf die Haltung zu zeigen, für die auch die Ruth Cohn-Schule steht: Für Toleranz und Menschlichkeit auf der Basis einer demokratischen Werteordnung, in der Vielfalt nicht als Problem, sondern als Chance und Bereicherung gesehen wird. Sie kritisierte Tendenzen in der Berliner Senatsverwaltung, die Eingangsvoraussetzungen für den Erzieherberuf weiter herabzusetzen. Dies sei das falsche Signal in Zeiten, in denen an die ErziehrInnen in der Praxis immer größere Anforderung gestellt würden.

Wir gratulieren allen erfolgreichen SchülerInnen und Studierenden herzlich!

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