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Zehn Rabbis aus Kalifornien zu Besuch in der Ruth Cohn-Schule

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Nachdem wir im letzten Jahr schon 12 Rabbis von der Ostküste begrüßen durften, besuchten auch in diesem Jahr am vergangenen Donnerstag zehn Rabbis  aus den USA - diesmal aus Kalifornien - die Ruth Cohn-Schule, um die Schule kennenzulernen und mit Schüler*innen und Lehrkräften zu diskutieren. Die Rabbis wurden begleitet von Vertreterinnen des Goethe Instituts und dem deutschen Generalkonsul aus Los Angeles. Die amtierende Schulleiterin Andreja Orsag stellte die Schule und ihr Engagement gerade in Bezug auf eine moderne Erinnerungskultur dar. Zahlreiche Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte nahmen engagiert an den Gesprächen teil, die Andreja Orsag als sehr bewegend und tiefgründig empfand. Die Rabbis zeigten sich beeindruckt von der großen Reflexionsfähigkeit und dem politisch-historischem Bewusstsein der jungen Leute.

Nach Aussage von Andreja Orsag steht nun nach diesem zweiten Besuch fest, dass die Ruth Cohn-Schule ein fester Bestandteil des  Besucherprogramms des Auswärtigen Amtes und des Goethe-Instituts werden wird.

 

Katja Almstedt, eine Studierende aus der Fachschulklasse TZ 02-15, schildert ihre persönlichen Eindrücke von diesem Besuch:

"Ich persönlich empfand das Treffen mit den RabbinerInnen sehr interessant. Anfangs war ich noch unsicher, Gespräche auf Englisch einzugehen, aber die aufgeschlossene und kommunikative Art der RabbinerInnen machte Mut. Nachdem wir  in drei Kleingruppen eingeteilt wurden, stellten wir uns kurz vor und die RabbinerInnen stellten bereits erste Fragen. Ich war sehr überrascht, wie schnell die Gespräche in die Tiefe gingen und dass wir uns nicht nur über die eigenen Biographien unterhielten, sondern auch über den Geschichtsunterricht unserer früheren Schulzeit, insbesondere den Umgang mit dem Holocaust. Ebenso gespannt war man auf unsere Außensicht auf die gesellschaftlichen Veränderungen in den USA, besonders seitdem Donald Trump Präsident ist. Die Sorge um das Handeln und Ansehen Amerikas in der Welt verband viele Beteiligte. Andererseits war es aufschlussreich zu hören, was die RabbinerInnen mit Deutschland verbinden und mit welchen Gefühlen und Gedanken sie dieses Land nun besuchen. Mach einer hatte ernste Bedenken, nach Deutschland zu reisen, andere würden beispielsweise niemals ein deutsches Auto kaufen -- auch wenn man die Qualität bewundere. Die Geschichte Deutschlands hat sie alle geprägt und natürlich auch einen großen Einfluss auf ihre Tätigkeit als RabbinerInnen. Der Austausch, nicht nur über die Vergangenheit, sondern auch über die gegenwärtige politische Situation in den USA und in Deutschland, war anregend, jedoch leider zu kurz." 

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