StartSchullebenAktuellesBerlin schickt Lehrer nach Jerusalem

Ruth Cohn-Schule spielt Vorreiterrolle bei Kooperation mit Yad Vashem

 dpa Picture Alliance 58356142 HighRes 8749"Yossi Gevir, der stellvertretende Direktor der Yad-Vashem-Gedenkstätte in Israel, und die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) haben am Montag eine Erklärung unterzeichnet, auf die viele Schulen schon gewartet haben."
"Geplant ist, dass jedes Jahr 20 Pädagogen aus Schulen und außerschulischen Gedenkorten nach Jerusalem reisen und dort an einer Fortbildung zur Geschichtsvermittlung teilnehmen. Zudem soll neues Unterrichtsmaterial mit der deutschsprachigen Abteilung der International School for Holocaust Studies entwickelt werden."

"Für Andreja Orsag, Schulleiterin der Ruth-Cohn-Schule in Charlottenburg, war der Tag der Vertragsunterzeichnung ein Glückstag. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte das Oberstufenzen­trum für die Ausbildung von Erziehern bereits eigenmächtig eine Kooperation mit der Erinnerungsstätte Yad Vashem vereinbart."

Das Foto zeigt die "Hall of Names" in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Jerusalem

Foto: dpa Picture-Alliance / Michael Kappeler / picture alliance / dpa

 

>"Wir haben schon viele Projekte mit der Unterstützung von Yad Vashem für unsere Schüler veranstaltet", sagte Andreja Orsag. Die Erinnerungsstätte in Jerusalem habe Materialien dafür zur Verfügung gestellt und auch an der Schule mit den Lehrern Fortbildungen durchgeführt. Mit der neuen Vereinbarung hätten die Kollegen nun auch die Möglichkeit, sich vor Ort in Jerusalem ein Bild zu machen. Die Schulleiterin selbst habe die Erfahrung mit einer Lehrergruppe aus Nordrhein-Westfalen machen können und weiß, wie eine solche Reise den Blick verändern kann. "Unser Geschichtsunterricht war lange Zeit nicht gut. Wir haben die Schüler mit Bildern von Leichenbergen überwältigt und vor allem Betroffenheit erwartet", sagte Orsag.

Zum vollständigen Bericht der Berliner Morgenpost vom 26.06.2017

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