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Fachschule – Vollzeitausbildung

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Leitfaden für die fachpraktische Ausbildung

Die Bedeutung der fachpraktischen Ausbildung

In der Ausbildungsordnung Erzieher/Erzieherin (APVO-Sozialpädagogik ) wird dazu in Kapitel 6 folgendes bestimmt:

§ 17 Allgemeine Bestimmungen

(1) In der fachpraktischen Ausbildung sollen die Studierenden sozialpädagogische Einrichtungen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern von Erzieherinnen und Erziehern kennen lernen und sich mit den dortigen Arbeitsbedingungen umfassend vertraut machen. Die Art der übertragenden Tätigkeiten muss vom Ausbildungszweck bestimmt sein. Die Studierenden sollen die in der Ausbildung erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten anwenden, vertiefen und erweitern.

(2) Die fachpraktische Ausbildung verteilt sich auf drei Praxisphasen, in denen jeweils ein Praktikum und praxisbegleitender Unterricht durchgeführt werden. Als Praxisstellen sind in der Regel sozialpädagogische Einrichtungen im Land Berlin zu wählen. In Einzelfällen können Praktika auch in sozialpädagogischen Einrichtungen außerhalb des Landes Berlin durchgeführt werden, wenn die für Jugend zuständige Senatsverwaltung zugestimmt hat. Praxisstellen freier Träger bedürfen der Anerkennung durch die für Jugend zuständige Senatsverwaltung. Anzahl, Zeiträume, Dauer und Schwerpunkte der Praxisphasen sowie die Eignung von Einrichtungen als Praxisstellen und deren Aufgaben im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung richten sich nach §§ 8 und 10 des Sozialberufe-Anerkennungsgesetzes sowie den nachfolgenden ergänzenden Bestimmungen.

Verordnung über die Ausbildung und Prüfung an den staatlichen Fachschulen für Sozialpädagogik im Land Berlin (APVO-Sozialpädagogik) vom 11. Februar 2006 in der geänderten Fassung vom 23. Juni 2010

 

Praxisphasen, Praktikumsdauer

Die fachpraktische Ausbildung gliedert sich in drei Praxisphasen (§ 8 Absatz 4 SozBAG):

  1. ein Pflichtpraktikum (12 Wochen) in einer Tageseinrichtung für Kinder,
  2. ein Wahlpflichtpraktikum (12 Wochen) in der Jugendarbeit, der Heimbetreuung, der Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen mit Behinderung oder der Tagesbetreuung an Schulen,
  3. ein Wahlpraktikum (ein Semester) aus einem frei gewählten Bereich der erzieherischen Praxis.

Die erste Praxisphase findet im zweiten Semester statt. Die zweite Praxisphase wird während des zweiten Ausbildungsjahres durchgeführt. Die Fachschule legt die Art des Praktikums und die Praktikumstermine in Abstimmung mit den Praxisstellen fest. Die dritte Praxisphase (Wahlpraktikum) ist im fünften Semester abzuleisten.

Während des Fachschulpraktikums werden Sie von einer Lehrerin oder einem Lehrer Ihrer Semestergruppe betreut, die oder der Sie auch einmal in der Woche im praxisbegleitenden Unterricht (PU), der in kleinen Gruppen stattfindet, unterrichtet. Das Bestehen der Fachschulpraktika ist Voraussetzung für die Versetzung in das jeweils nächste Semester. Spätestens hier ist der Zeitpunkt, gegebenenfalls Neigung und Eignung zum Beruf zu überprüfen.

Praxisbegleitender Unterricht (PU)

Sie haben während der Zeit Ihres Praktikums wöchentlich sechs Stunden praxisbegleitenden Unterricht (PU). Den Wochentag erfahren Sie kurzfristig vor Beginn des Praktikums. Der PU-Tag dient der Auswertung der in der Praxisstelle gewonnenen Erfahrungen. Hierzu erhalten Sie auch schriftlich zu erledigende themenfeldbezogene Aufgaben, diese sollen der Vorbereitung und Reflexion der täglichen praktischen Tätigkeit dienen.

Besuche in der Praxisstelle/Zusammenarbeit Fachschule und Praxisstellen

Ihre PU-Lehrerin oder Ihr PU-Lehrer besucht Sie in der Praxisstelle mindestens zweimal (§ 20 Abs. 3 APVO). Dabei soll mit Ihnen und der Anleiterin oder dem Anleiter eine Aussprache stattfinden. Themen sind in der Regel der Ausbildungsplan, der Praktikumsverlauf und die Bewertungen Ihrer Leistungen. Die Ergebnisse werden in einem Protokoll festgehalten und können bei Unstimmigkeiten in der Beurteilung zur Diskussion herangezogen werden. Ein Besuch wird meist mit der PU-Gruppe durchgeführt. Die Gruppe kann so unterschiedliche Einrichtungen und deren Konzepte und Arbeitsbedingungen kennen lernen und die von der Praktikantin/dem Praktikanten im PU angesprochenen Beobachtungen und Reflektionen besser nachvollziehen.

(Auszüge aus dem Leitfaden für das Praktikum)

Sauerbaum
Pädagogische Fachleiterin Praxis/Praktikum (komm.)

September 2012

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